Generalversammlung 23. November 2006
  VEREIN DER FREUNDE ZUR ERHALTUNG UND BETREUUNG
DES KÜNSTLERISCHEN NACHLASSES VON FRITZ WOTRUBA



Generalversammlung
23. November 2006
Kunsthistorisches Museum, Generaldirektion


Beginn: 16.12 Uhr


Anwesend sind:
GD HR Prof.Mag.Dr. Wilfried Seipel, Christa Kamm, Renata Antoniou, Mag. Christian Hofer, Dr. Christine Kamm, Arch. Peter Kamm, Dr. Peter Knirsch, Prof. Engelbert Lanzenberger, Dr. Eugen Otto, Dr. Werner Sporn, Mag. Gabriele Stöger-Spevak

Entschuldigt sind:
Dipl.Arch. Rainer Peikert, Susanne Peikert-Schneebeli, Jürg Janett, Nicole Pfister-Fetz, Dr. Matthias Haldemann, Dr. Sepp Frank, Dr. Peter Ritter, John Sailer

Nicht erschienen sind:
Dr. Christa Homan, Mag. Gernot Dolezal, Elisabeth Leutgeb, Dr. Karl Franz Leutgeb, Dr. Klaus Albrecht Schröder


Präsident Dr. Seipel eröffnet die Generalversammlung und begrüßt die Erschienenen.

Das Protokoll der Generalversammlung vom 25. November 2005 wurde am 13. April 2006 an die Mitglieder ausgeschickt; gegen den Inhalt dieses Protokolles werden keine Einwendungen erhoben oder Ergänzungen verlangt.



Präsident Dr. Seipel teilt mit, daß die Tagesordnung inhaltlich des Einberufungs¬schreibens vom 21. Oktober 2006, nämlich

“1. Bericht des Präsidenten
2. Schlußbericht des Rechnungsprüfers
3. Auflösung des Vereins”



im Hinblick auf den in der Ausgabe des Wochenmagazins NEWS Nr. 46 vom 16. November 2006 erschienenen Artikel inhaltlich des Rundschreibens an die Mitglieder vom 20. November 2006 (ANLAGE 1) ergänzt wurde. Da jedoch die vier¬wöchige Frist des Punktes X. (2) der Statuten nicht mehr eingehalten werden konnte und nicht alle Mitglieder erschienen sind, um gegebenenfalls die ergänzte Tages¬ordnung trotzdem zu beschließen, können die Punkte 3. bis 7. der ergänzten Tages¬ordnung heute nur diskutiert, aber keine Beschlüsse gefaßt werden.

Mit Bestürzung und höchster Verwunderung müssen die erschienenen Mitglieder zur Kenntnis nehmen, daß Dr. Homan zur heutigen Generalversammlung nicht erschienen ist.

1. BERICHT DES PRÄSIDENTEN

a) Neu-Erfassung und Bewertung des künstlerischen und schriftlichen Nachlasses von Fritz Wotruba

Es liegt die GESAMT-Erfassung und Bewertung des künstlerischen und schriftlichen Nachlasses von Fritz Wotruba in drei Gutachten vor:

• Prof. Martin Suppan bewertete Steine, Zeichnungen, Druckgraphik, Zeich¬nungen und Druckgraphik auch des Szenischen Werks, Ölbilder, Gobelins, die Privatsammlung Wotrubas, Photoarchiv, Möbel;
• Prof. Alfred Zöttl bewertete die Plastiken aus Bronze, Gips, Ton und ähnl.;
• Dr. Erwin Barta bewertete den schriftlichen Nachlaß (Archiv) und die Bibliothek Fritz Wotrubas.

Die drei Gutachten liegen der Generalversammlung zur Einsicht vor.

b) Lagerung des künstlerischen Nachlasses Fritz Wotrubas im Kunstdepot der Fa. Artex Art Services – Endgültige Aufstellung

Die Sammlung des Fritz Wotruba-Vereins lagert im Kunstdepot der Firma Artex Art Services. Von den Firmen Kunsttrans, hs art service und Artex Art Services waren Offerte eingeholt worden, wobei die Lagerkosten pro Monat und qm zwischen EUR 9,10 und EUR 13,-- netto lagen. Bestbieter war Artex.
Von 30. November bis 2. Dezember 2005 erfolgte der Abtransport der Objekte des Szenischen Werks Fritz Wotrubas aus dem Wotruba-Gedenkraum und dem Wotruba-Studien¬zentrum in das Wotruba-Depot bei Artex. Dieser Bestand befand sich seit 1990 als Leihgabe des Vereins im Österreichischen Theatermuseum und wurde nun wieder mit den anderen Sammlungsteilen vereint.
Danach konnte die endgültige Depot-Aufstellung von Sammlung und Archiv im Dezember und Jänner 2006 erfolgen. In der Folge wurde der umfangreiche Bestand des Szenischen Werks in der Vereins-Datenbank erfaßt und an die Gutachter zur Bewertung weitergegeben.

c) Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen 2006

Ausstellungsbeteiligung an Architekturausstellung des Bundeskanzleramtes, Sektion II, Kunstangeleg, in Peking: (Prof. Hollein):
1. Juli – 15. Dezember 2006, 2 Architekturskizzen.

Salzburg, Museum der Moderne:
“Kunst auf der Bühne”: 3. Juli bis 25. Oktober 2006: 1 Bühnenmodell, 5 Zeichnungen zu Ödipus in Salzburg 1965.

Salzburg Stiftung der American Austrian Foundation:
Es entwickelte sich in den letzten zwei Jahren eine gute Zusammenarbeit mit der Salzburg Stiftung der American Austrian Foundation in Schloß Arenberg in Salzburg, die auch künftig fortgesetzt werden soll.
Wotruba-Ausstellung: Leih¬gaben: 5 Bronzefiguren 20. Juli 2006 bis 31. Oktober 2007 (kuratiert Sammlung Würth, Direktorin C. Sylvia Weber)
21 Zeichnungen, 1 Druckgraphik: 20. Juli 2006 bis 15. Jänner 2007
(kuratiert vom Verein, Mag. Stöger-Spevak)

Leihgaben im Österreichischen Theatermuseum:
1 Bühnenmodell, 5 Druckgraphiken, 1 Zeichnung. 2006 bis 2011.

d) Ausstellungsprojekte für 2007 (100. Geburtstag von Fritz Wotruba)

Staatliche Graphische Sammlung München, Direktor Dr. Michael Semff:
Konzipiert Ausstellung für 2007 in der Pinakothek der Moderne und für Wien.
Termin München: 27. September bis 25. November 2007
Konzept: Keine Retrospektive, sondern im Zentrum die Zeichnungen, einige Steine.
Ca. 50 Bll. Zeichnungen Leihgaben vom Fritz Wotruba-Verein
Ca. 20 Bll. Zeichnungen von anderen Leihgebern
3 Steine vom Verein: WV 276 (Kopf), WV 277 (Marmor 1966), WV 22 (Torso 1928)
Diese Ausstellung wird voraussichtlich auch in der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien präsentiert werden.

Ausstellung Kunsthaus Zug:
6. Mai bis 19. August 2007
Leihgaben vom Verein: v.a. ca. 50 Gipse.
Konzept: Bildhauerisches Werk Wotrubas in Relation zu künstlerischem Prozeß bei Wotruba und zum geistig-intellektuellen Raum um ihn. Unfertige Gipse, Zeich¬nungen, unrealisierte Projektentwürfe, Manuskripte, Bücher, Korrespondenzen aus Archiv mit Literaten, u.a., auch Exponenten der Schweizer Wotruba-Geschichte.

Raiffeisenzentralbank-Interesse an Aufstellung einiger großformatiger Arbeiten:
Eine Vorschlagsliste von 9 Steinskulpturen und 2 Bronzeplastiken (zur Auswahl) wurde an die RZB auf deren Anfrage (Dr. Rothensteiner) übermittelt, bis dato noch keine Antwort.

e) Sonstiges

Schaden an fünf Bronzefiguren
An fünf großformatigen Bronzefiguren, die sich von Juni bis November 2005 als Leihgaben im Österreichischen Skulpturenpark Graz befanden, wurden leichte Schäden an der Oberfläche festgestellt. Die Kosten für die Laboruntersuchung und fachgerechte Restaurierung der Objekte trug der Leihnehmer.

Unauthorisierte Bronzegüsse von WV 237/2 Antigone, 1960/61
Eine Bronze, Antigone, Mittelteil, 1960/61 (WV 237/2), ohne Signatur, wurde 2005 in den Wr. Kunstauktionen im Kinsky verkauft. Prof. Lanzenberger stellte fest, daß dieser Guß nicht authentisch ist. Das Auktionshaus nahm den Verkauf zurück. Mit Auftrag der Generalversammlung 2005 begutachtete Prof. Lanzenberger ein weiteres Exemplar dieser Figur in Linz (Neue Galerie der Stadt Linz, Wolfgang – Gurlitt-Museum). Auch dieses erkannte er als nicht authentischen Guß (mit deutlichen Unterscheidungen vom authentischen Guß im Besitz des Vereins). Die Museumsleiterin wurde schriftlich über den Sachverhalt in Kenntnis gesetzt, das Objekt darf nicht in der Schausammlung des Museums präsentiert werden. Bei einer Neuauflage des Werkverzeichnisses wird der Eintrag dieses Gusses gestrichen werden.

Reger Archivbetrieb
Auch heuer wieder zahlreiche Reproduktions-Anfragen, Anfragen zu einzelnen Objekten, Anfragen von Galeristen, etc.. Bei Bedarf können ebenso problemlos wie im Wotruba-Haus Fachleute und sonstige Interessenten (Kunstjournalisten, Galeristen, Studenten) Termine mit Mag. Stöger-Spevak und/oder Prof. Lanzenberger im Depot vereinbaren.

Präsident Dr. Seipel spricht Mag. Stöger-Spevak Dank für ihre Bemühungen im Zusammen-hang mit der Vereinstätigkeit aus; die erschienenen Mitglieder schließen sich diesem Dank an.

Dr. Knirsch weist darauf hin, daß unter der Präsidentschaft von Dr. Seipel erstmals ordnungsgemäße jährliche Rechnungsabschlüsse erstellt und die fehlenden Rechnungs-abschlüsse der Vorjahre nachgeholt wurden.

Dr. Knirsch stellt den Antrag, Präsidenten Dr. Seipel für seine bisherige großartige Tätigkeit und seine intensiven Bemühungen um die Realisierung des Vereinszwecks Dank und Anerkennung auszusprechen; dieser Antrag wird einstimmig und mit großem Applaus angenommen.


Präsident Dr. Seipel erklärt dazu, daß er seine Tätigkeit als Organ des Vereins unent¬geltlich und auch ohne Spesenersatz ausgeübt hat.


2. BERICHT DES RECHNUNGSPRÜFERS

Mag. Hofer hat den erschienenen Mitgliedern als Tischvorlage

- den Rechnungsabschluß 2005,
- den Rechnungsabschluß zum 31. Oktober 2006,
- eine Aufstellung der Restkosten 2006,
- das Budget 2007

übergeben (ANLAGE 2).

Mag. Hofer erläutert die einzelnen Positionen der Tischvorlage. Insbesondere führt Mag. Hofer folgendes aus:

a) Das Vereinsvermögen ist vollständig erfaßt.

b) Das Jahr 2005 ist durch den Verkauf des Hauses in der Felix Mottl-Straße um EUR 1,800.000,-- gekennzeichnet.
Dr. Otto stellt dazu fest, daß dieser Kaufpreis seine Einschätzung und Erwartungen deutlich überschritten hat und nur durch geschickte Verhandlung mit zwei Interessenten (letztlich als Liebhaberpreis) erzielt werden konnte; er schließt aus, daß ein höherer Kaufpreis hätte erzielt werden können.

c) Seit dem Verkauf des Hauses wurden keine Einnahmen aus Vermietung mehr erzielt.

d) Die Veranlagung des Vereinsvermögens hat sich bewährt und gut entwickelt.

e) Der Bewertung der Kunstsammlung Wotruba mit EUR 9,757.030,-- liegen Einkaufs¬werte für Kunsthändler zugrunde; tatsächlich dürfte der Wert um etwa 50 % höher liegen.

f) Im Jahr 2006 sind außerordentliche Aufwendungen (wie Übersiedlungskosten, Lagermiete) angefallen.

g) Das Finanzamt für den 1. Bezirk hat den Verein aufgefordert, eine Steuernummer zu beantragen und die Verhältnisse darzustellen; dies ganz offensichtlich aufgrund des NEWS-Artikels und der dadurch ausgelösten Medienberichte. Der Verein hat eine Steuernummer beim Finanzamt 9. Der NEWS-Artikel und die dadurch ausge¬lösten Medienberichte werden voraus¬sichtlich dazu führen, daß es jetzt zu einer Betriebsprüfung des Vereins kommen wird, was den “Aktivitäten” von Dr. Homan zu verdanken ist.

h) Es hat niemals irgendwelche Hinweise auf irgendein ausländisches Vermögen gegeben, auf das der Verein Anspruch erheben hätte können; die diesbezüglichen Vorwürfe von Dr. Homan nach dem Wissen und der Meinung von Mag. Hofer sind völlig unbegründet.

i) 1997 mußten die Vorjahre ab 1986 auf Grundlage von Unterlagen, die von der Kanzlei Dr. Leutgeb übergeben wurden, aufgearbeitet werden, weil es bis dahin keine ordnungsgemäße Abrechnung gab.

j) Dr. Leutgeb hat, soweit Mag. Hofer dies feststellen konnte, seinerzeit vom Verein Akontozahlungen in Höhe von insgesamt ATS 1,500.000,-- erhalten, die von Dr. Leutgeb aber nicht abgerechnet wurden; es gibt dazu auch keine Leistungs¬verzeichnisse.
Dr. Homan soll gefragt werden, wo die Honorarnoten und Leistungsverzeichnisse zu diesen Honorarnoten sind. In gleicher Weise soll auch an Dr. Karl Franz Leutgeb, der ebenfalls Vereinsmitglied ist, herangetreten werden, weil dieser mittlerweiliger Stellvertreter seines verstorbenen Vaters Dr. Leutgeb ist und dem
Verein nicht nur Honorarnoten und dazugehörige Leistungsverzeichnisse vorlegen müßte, sondern dem Verein auch alle diesem gehörigen Unterlagen herauszugeben hätte.

k) Zum 31. Dezember 2006 wird ein Rechnungsabschluß für das Jahr 2006 zu erstellen sein.


Der Bericht von Mag. Hofer wird von den erschienenen Mitgliedern einstimmig mit Dank und Zustimmung zur Kenntnis genommen; die Anlage II der Tischvorlage (Vermögensaufstellung zum 31. Oktober 2006) kann publiziert werden.




3. AUFLÖSUNG DES VEREINS

Dr. Sporn weist darauf hin, daß Dr. Homan in einem Schreiben an Präsidenten Dr. Seipel vom 7. November 2006 die Einsetzung eines Schiedsgerichtes gemäß Punkt XIV. der Statuten beantragt hat. Auch wenn die Umstände, wegen der Dr. Homan die Einsetzung eines Schiedsgerichtes beantragt, keiner Prüfung und Klärung bedürfen, weil

- einerseits Dr. Homan aus der Kanzlei ihres Vaters Dr. Leutgeb über entsprechende Informationen und Unterlagen verfügen müßte, die sie, soweit dies noch nicht geschehen ist, offenzulegen haben wird, und

- anderseits darüber hinaus angesichts der klaren Sach- und Rechtslage kein Aufklärungsbedarf gegeben ist,

empfiehlt Dr. Sporn, mit der Auflösung des Vereins nach Übertragung des Vermögens auf die FRITZ WOTRUBA PRIVATSTIFTUNG zuzuwarten, bis feststeht, ob Dr. Homan tatsächlich das Schiedsgericht anrufen wird bzw. wie dieses entscheidet (auch wenn schon jetzt feststeht, daß die Beantwortung der von Dr. Homan in den Raum gestellten Fragen wegen völliger Klarheit keiner Entscheidung eines Schiedsgerichtes bedarf).

Es ist beabsichtigt, von Dr. Homan im Hinblick auf die mangelnde Begründetheit ihres Antrages auf Einsetzung eines Schiedsgerichtes den Ersatz des dem Verein dadurch entstehenden Aufwandes zu verlangen.



Dr. Homan bzw. der mittlerweilige Stellvertreter des verstorbenen Dr. Leutgeb wird aufzufordern sein, dem Verein insbesondere darüber Auskunft zu geben,

- wer Erbe nach Fritz Wotruba und Lucy Wotruba war und worin die jeweiligen Nachlaßvermögen bestanden haben,

- welches “über das inländische Vermögen hinausgehendes Vermögen, welches dem Verein als Alleinerben nach Lucy Wotruba zuzuordnen ist, bestehen” soll,

- welche Bewandtnis es mit dem im NEWS-Artikel genannten “Bargeldvermögen von 40,4 Millionen Schweizer Franken” hat und wo sich dieses befinden soll,

- “wie hoch dieses Vermögen im Jahre 1983 war”,

- für welche Leistungen Dr. Leutgeb seinerzeit vom Verein Akontozahlungen in Höhe von insgesamt ATS 1,500.000,-- erhalten hat (Leistungsverzeichnis) und ob diese Akontozahlungen jemals abgerechnet wurden.

Auch wenn kein Anlaß besteht, mit der Übertragung des Vereinsvermögens auf die FRITZ WOTRUBA PRIVATSTIFTUNG und der Auflösung des Vereins angesichts der bereits gefaßten Generalversammlungsbeschlüsse noch weiter zuzuwarten, wird heute über den Tagesordnungspunkt Auflösung des Vereins nicht abgestimmt.


4. BERICHT UND DISKUSSION ÜBER DIE “AKTIVITÄTEN” DES VEREINSMIT¬GLIEDES DR. CHRISTA HOMAN, INSBESONDERE DES JÜNGST IM WOCHEN¬MAGAZIN “NEWS” ERSCHIENENEN ARTIKELS

Dr. Seipel berichtet über die jüngste APA-Meldung (ANLAGE 3), die offensichtlich von Dr. Homan lanciert wurde. Vor allem die APA ist an der heutigen Generalver¬sammlung interessiert.


Ein weiteres Mal bringen die erschienenen Mitglieder ihre Verwunderung zum Aus¬druck, daß Dr. Homan zur heutigen Generalversammlung nicht erschienen ist, um Rede und Antwort zu stehen, zumal ihre Behauptungen jeder Grundlage entbehren. Dr. Seipel verliest Stellungnahmen von heute verhinderten und entschuldigten Mit¬gliedern, und zwar den Brief von John Sailer vom 3. November 2006 (ANLAGE 4), den Brief von Architekt Prof.Dr. Sepp Frank vom 21. November 2006 (ANLAGE 5) sowie das e-mail von Dipl.Arch. Rainer Peikert vom 23. November 2006 (ANLAGE 6).

Den erschienenen Mitgliedern wird eine aus Anlaß der “Aktivitäten” von Dr. Homan erstellte informative Darstellung samt Beilagen ./1 bis ./13 (ANLAGE 7) übergeben.

Ferner übergibt Dr. Knirsch den erschienenen Mitgliedern das Schreiben vom 23. November 2006 (ANLAGE 8), in dem er namens der “Foundation for the Promotion of Modern Sculpture” (vormals DUINA Stiftung) Klarstellungen trifft; er erkärt dazu, daß die “Foundation for the Promotion of Modern Sculpture” den Behauptungen von Dr. Homan völlig verständnislos gegenübersteht. Es ist danach völlig klar und klarge¬stellt, daß zwischen dem Verein und der “Foundation for the Promotion of Modern Sculpture” kein Zusammenhang besteht, außer daß der Zweck des Vereins und der “Foundation for the Promotion of Modern Sculpture” gleich ist.

Peter Kamm stellt fest, daß die Vereinsagenden immer ordnungsgemäß abgewickelt wurden und er nicht versteht, was Dr. Homan veranlaßt hat, derartige Vorwürfe zu erheben, die jeder Grundlage entbehren, worüber er befremdet ist. Er verurteilt die Vorgangsweise von Dr. Homan schärfstens. Dr. Christine Kamm schließt sich dem an.

Ebenso schließt sich Renata Antoniou den Feststellungen von Peter Kamm an. Sie teilt weiter mit, es sei nur Dank dem großzügigen Druckkostenzuschuß seitens des Fritz Wotruba-Vereins möglich gewesen, daß das Werkverzeichnis der Druckgrafik Fritz Wotrubas, seit Jahren bei der Albertina hängig, im Jahr 2003 endlich erscheinen konnte.


Von Dr. Homan bzw. Dr. Karl Franz Leutgeb soll auch Aufklärung zu den Positionen “Einnahmen des Jahres 1988” auf Seite 10 des Rechnungsprüferberichtes vom 13. Mai 1997 (Beilage ./5 zu ANLAGE 7) verlangt werden, wonach ein “Erlös aus dem Verkauf Grünangergasse S 1,700.000,--” und “eine Mietzinsvorauszahlung der Firma Tarbuk für die Wohnung in der Grünangergasse in der Höhe von S 2,8 Mio.” sowie “die 3. Teil¬zahlung des Amtes der Salzburger Landesregierung für einen Einkauf des Rupertinums” erzielt wurden; Abwicklung und Geldflüsse dieser Zahlungen mögen offengelegt werden.


5. BESCHLUSSFASSUNG ÜBER ALLFÄLLIGE REAKTIONEN SEITENS DES FRITZ WOTRUBA-VEREINS AUF DIE AKTIVITÄTEN DR. CHRISTA HOMAN UND DEN ARTIKEL IM WOCHENMAGAZIN “NEWS”

Dr. Sporn möge – unbeschadet der Reaktionen und Schritte anderer betroffener Personen – prüfen, inwieweit der Verein vom Wochenmagazin NEWS eine medien¬rechtliche Gegendarstellung verlangen und eine solche Gegendarstellung dann auch begehren kann.


6. IM HINBLICK AUF DIE ANKÜNDIGUNG DR. CHRISTA HOMANs, EIN SCHIEDSGERICHT ANRUFEN ZU WOLLEN, WAHL DES VORSITZENDEN EINES SOLCHEN SCHIEDSGERICHTES GEMÄSS PUNKT XIV. DER STATUTEN

Dr. Sporn legt dar, daß im Hinblick auf das Verlangen von Dr. Homan gemäß Punkt XIV. (2) der Statuten nun in einer fristgerecht einzuberufenden Generalver¬sammlung ein Vorsitzender des Schiedsgerichtes zu wählen ist.


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Abschließend wird vorgesehen, für den 19. Februar 2007 um 15.00 Uhr gemäß Punkt X. der Statuten eine (außerordentliche) Generalversammlung insbesondere mit folgender Tages-ordnung einzuberufen:

1. Bericht des Präsidenten
2. Bericht des Rechnungsprüfers Mag. Christian Hofer über den Jahresabschluß 2006
3. Entlastung des Vorstandes für die Jahre 2005 und 2006
4. Entlastung der Rechnungsprüfer für die Jahre 2005 und 2006
5. Wahl des Präsidenten und Vizepräsidenten
6. Wahl der Rechnungsprüfer
7. Wahl des Vorsitzenden des Schiedsgerichtes
8. Ausschluß des Mitgliedes Dr. Christa Homan
9. Auflösung des Vereins


Ende: 17.30 Uhr